Planung · 9 Minuten Lesezeit · Aktualisiert: 3. Juni 2026

Social-Media-Redaktionsplan erstellen: Vorlage und Anleitung

Die meisten Redaktionspläne sterben in der dritten Woche. Nicht weil die Idee schlecht war, sondern weil niemand Lust hat, abends um halb elf noch eine Tabelle auszufüllen. Hier bekommst du eine Struktur, die wirklich funktioniert — und die ehrliche Antwort, wann du dir das Planen ganz sparen kannst.

Was ein Redaktionsplan leisten soll — und was nicht

Ein Redaktionsplan ist kein Selbstzweck. Er soll genau ein Problem lösen: dass du nicht jeden Tag bei null anfängst und dich fragst, was du heute posten sollst. Wenn der Plan steht, weißt du am Montag, dass am Dienstag das Mittagsangebot online geht, am Donnerstag ein Blick hinter die Kulissen und am Samstag das Wochenend-Special. Diese Vorab-Entscheidung nimmt dir den täglichen Druck.

Was ein Redaktionsplan nicht ist: eine Ausrede, wochenlang an einer perfekten Excel zu basteln, statt zu posten. Eine Pizzeria in Stuttgart-West braucht keine 30 Spalten mit Zielgruppen-Personas und Funnel-Stufen. Sie braucht zu wissen, was wann auf welchem Kanal landet. Halte es schlicht, sonst pflegst du am Ende den Plan statt deine Kanäle.

Die fünf Spalten, die du wirklich brauchst

Reduziere deinen Plan auf fünf Spalten. Jede davon beantwortet eine konkrete Frage, jede zusätzliche Spalte muss sich diesen Praxistest gefallen lassen: Treffe ich ohne sie eine schlechtere Entscheidung? Meistens lautet die Antwort nein.

  1. Datum — Wann geht der Post raus? Inklusive grober Uhrzeit, mehr dazu unten.
  2. Kanal — Instagram, Facebook, das Google-Unternehmensprofil? Oder mehrere gleichzeitig?
  3. Content-Typ — Angebot, Behind-the-Scenes, Kundenstimme, News, Reel.
  4. Caption — Der eigentliche Text. Im Plan reicht das Stichwort oder ein Entwurf.
  5. Status — Idee, in Arbeit, geplant, veröffentlicht. So siehst du auf einen Blick, was noch offen ist.

Die Redaktionsplan-Vorlage zum Kopieren

Das hier ist die Struktur, die wir lokalen Betrieben empfehlen. Kopiere die Tabelle nach Google Sheets oder Excel, ersetze die Beispielzeilen durch deine eigenen Inhalte und du hast in zehn Minuten deine erste Wochenplanung. Das Beispiel zeigt eine Woche für einen Gastrobetrieb:

DatumKanalContent-TypCaption (Stichwort)Status
Mo, 08:00Google-ProfilNewsÖffnungszeiten Pfingstwochegeplant
Di, 11:30Instagram + FacebookAngebotMittagstisch der Woche, Foto vom Tellerin Arbeit
Mi, 17:00Instagram StoryBehind-the-ScenesKüche bei der VorbereitungIdee
Do, 12:00Instagram Reel + TikTokReel30-Sekunden-Clip PizzateigIdee
Fr, 16:00Instagram + FacebookAngebotWochenend-Special, Tischreservierunggeplant
Sa, 10:00Google-ProfilKundenstimmeBewertung der Woche zitierenveröffentlicht

Wichtig an dieser Vorlage: Eine Zeile kann mehrere Kanäle abdecken. Du musst nicht für jede Plattform eine eigene Zeile anlegen — sonst bläht sich der Plan auf und du verlierst den Überblick. Welche Kanäle sich für welchen Content-Typ eignen, haben wir im Guide zur Kanal-Verwaltung genauer aufgeschlüsselt.

Content-Typen: Wie du die Caption-Spalte vorbefüllst

Der häufigste Grund, warum Redaktionspläne scheitern: Die Caption-Spalte bleibt leer, weil dir vor jedem Post die Worte fehlen. Hilf dir mit festen Content-Typen, die rotieren. Wenn du weißt, dass Dienstag immer „Angebot" und Mittwoch immer „Behind-the-Scenes" ist, fällt das Texten leichter, weil der Rahmen schon steht.

Statt Tabelle: ein Foto pro Tag

10xSocial macht aus deinem Foto automatisch Caption, Bild und Hashtags — und postet auf neun Plattformen. Den Redaktionsplan ersetzt ein kurzer Wochen-Check per Telegram oder WhatsApp.

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Wie weit im Voraus solltest du planen?

Vergiss Monatspläne. Sie sehen in der Beratung gut aus, halten aber keine Praxis aus. Bei einem lokalen Betrieb wirft die Realität ständig den Plan um: Das Wetter ändert das Tagesangebot, ein Lieferant springt ab, spontan ist ein Stammgast mit einer schönen Geschichte da. Plane einen festen Grundrhythmus für ein bis zwei Wochen und lass bewusst Lücken für Tagesaktuelles. Drei feste Slots pro Woche, die du sicher füllst, schlagen sieben geplante, von denen vier ausfallen.

Wie oft du überhaupt posten solltest, hängt von Branche und Kapazität ab — die Details dazu stehen im Posting-Frequenz-Guide. Als Faustregel für lokale Betriebe gilt: drei bis fünf Posts pro Woche, konsequent durchgehalten.

Status-Workflow: So bleibt der Plan lebendig

Die Status-Spalte ist das, was deinen Plan vom Friedhof guter Vorsätze unterscheidet. Arbeite mit vier klaren Zuständen und ziehe jede Zeile durch:

  1. Idee — Du weißt, was kommen soll, aber noch nichts ist fertig.
  2. In Arbeit — Foto ist da, Caption wird getextet.
  3. Geplant — Alles fertig, der Post ist terminiert oder liegt bereit.
  4. Veröffentlicht — Raus. Idealerweise notierst du hier später, wie er lief.

Genau dieser Workflow ist der Teil, der Zeit frisst. Jede Zeile muss durch vier Stufen wandern, und jede Stufe ist Handarbeit: fotografieren, texten, Hashtags suchen, terminieren, posten, auswerten. Hier setzt die Frage an, die sich jeder lokale Betrieb irgendwann stellt — lohnt der Aufwand überhaupt noch?

Warum der Wochenplan-Bot die Tabelle ersetzt

Ein Redaktionsplan macht Sinn, solange jeder Schritt manuell ist. Sobald aber die einzelnen Spalten automatisch befüllt werden, bricht die Logik des starren Plans zusammen. Genau das ist der Ansatz von 10xSocial: Du schickst ein Foto per Telegram oder WhatsApp, die KI erzeugt Caption, passt das Bild an und setzt Hashtags — und veröffentlicht auf bis zu neun Plattformen gleichzeitig. Die Spalten „Caption", „Content-Typ" und „Kanal" füllen sich von selbst.

Was vom Redaktionsplan übrig bleibt, ist der grobe Rhythmus. Und den steuert kein Tabellenblatt, sondern ein Wochenplan-Bot: Er fragt dich am Wochenanfang, welche Themen anstehen, erinnert dich an Lücken und nimmt dein Foto entgegen, wann immer du Zeit hast. Statt eine Tabelle zu pflegen, beantwortest du eine Nachricht. Das ist der Unterschied zwischen planen müssen und geplant sein. Wie das im größeren Bild aussieht, zeigt unser Überblick zu Social Media planen und zur Social-Media-Automatisierung.

„Der beste Redaktionsplan ist der, den du nicht mehr brauchst, weil das System ihn für dich denkt."

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Häufige Fragen zum Redaktionsplan

Welche Spalten gehören in einen Social-Media-Redaktionsplan?

Fünf reichen für lokale Unternehmen: Datum, Kanal, Content-Typ, Caption und Status. Optional ergänzt du Hashtags, eine Spalte für das Bild und ein Feld für Ergebnisse. Mehr Spalten machen den Plan nur unübersichtlich.

Wie weit im Voraus sollte man Social Media planen?

Für lokale Betriebe sind ein bis zwei Wochen realistisch. Längere Pläne sehen ordentlich aus, scheitern aber an der Realität: Wetter, spontane Angebote und Tagesaktuelles werfen jeden Monatsplan um. Plane einen festen Grundrhythmus und lass Lücken für Spontanes.

Excel, Notion oder Tool für den Redaktionsplan?

Excel oder Google Sheets sind für den Start völlig ausreichend und kostenlos. Notion und Trello bieten mehr Komfort bei Teams. Ein dediziertes Social-Media-Tool lohnt erst, wenn das Planen selbst zur Last wird — dann ist die eigentliche Frage, ob du überhaupt noch planen statt automatisieren willst.

Wie viele Posts pro Woche sollte ein lokales Unternehmen einplanen?

Drei bis fünf Posts pro Woche sind ein guter Korridor. Konsistenz ist wichtiger als Menge: Lieber drei Posts jede Woche durchhalten als zehn in einer Woche und dann drei Wochen Stille.

Macht ein Redaktionsplan mit Automatisierung noch Sinn?

Der starre Plan-Gedanke verliert an Bedeutung. Wenn ein System wie 10xSocial aus einem Foto Caption, Bild und Hashtags erzeugt und auf neun Plattformen verteilt, brauchst du keine Caption-Spalte mehr vorzubefüllen. Was bleibt, ist ein grober Wochenrhythmus — und den steuert ein Wochenplan-Bot per Nachfrage.

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