Glossar

Social-Media-Begriffe, einmal klar erklärt.

Kein Marketing-Sprech, keine Buzzwords. 30 Begriffe, die in jedem Gespräch mit einer Agentur fallen und die du verstanden haben solltest, bevor du Geld ausgibst.

Algorithmus

Die unsichtbare Sortierlogik, die entscheidet, wer deinen Post sieht.

Jede Plattform hat einen eigenen Algorithmus. Er wertet in Echtzeit aus, wie Nutzer in den ersten Minuten nach Veröffentlichung auf einen Post reagieren — Likes, Kommentare, Verweildauer, Speicherungen, Weiterleitungen — und entscheidet auf dieser Basis, ob der Post an mehr oder weniger Nutzer ausgespielt wird. Zwei Posts mit gleicher Qualität können dadurch sehr unterschiedliche Reichweiten bekommen, je nachdem, wie stark die ersten 30 Minuten laufen.

Mehr dazu im Ratgeber: Posting-Frequenz-Guide.

Bio (Profil-Bio)

Die wichtigsten 150 Zeichen deines ganzen Auftritts.

Die Bio ist das erste, was jemand sieht, wenn er dein Profil öffnet. Auf Instagram sind es 150 Zeichen — in diesem kleinen Raum müssen drei Dinge stehen: Was bist du? Für wen? Welche Aktion soll der Besucher machen? Wer hier „authentische Erlebnisse" oder „hochwertige Beratung" reinschreibt, verschenkt den Platz. Besser: „Friseursalon Stuttgart-West — Termine online".

Caption

Der Text unter deinem Post.

Die Caption ist der Begleittext zu einem Foto oder Video. Sie darf auf Instagram bis 2 200 Zeichen lang sein, auf TikTok bis 2 200, auf LinkedIn 3 000. Die ersten zwei Zeilen sind kritisch — sie entscheiden, ob Nutzer „mehr anzeigen" klicken. Wichtig: Die Caption ist nicht die Beschreibung des Bildes, sondern der Kontext, die Geschichte oder die Einladung zur Aktion.

Community-Management

Das Betreuen von Kommentaren, Nachrichten und Bewertungen.

Community-Management ist alles, was nach dem Posten passiert: auf Kommentare antworten, DMs beantworten, Bewertungen kommentieren, mit anderen Accounts interagieren. Vorlagen und Auto-Antworten lassen sich teilautomatisieren — eine erste Reaktion „Danke, melden uns gleich" etwa. Die eigentliche Antwort sollte aber ein Mensch geben, weil hier Tonfall und konkrete Fragen über den Eindruck entscheiden.

Content-Marketing

Inhalte, die nützen statt zu werben — und damit verkaufen.

Content-Marketing heißt: Du veröffentlichst regelmäßig Inhalte, die deine Zielgruppe nützlich, interessant oder unterhaltsam findet — statt platter Werbung. Ein Friseur, der jede Woche einen Pflege-Tipp postet, baut Vertrauen auf, lange bevor jemand einen Termin bucht. Für lokale Unternehmen ist es die geduldige Alternative zu bezahlten Anzeigen: Es kostet Zeit statt Budget, wirkt dafür langfristig.

Mehr dazu: Content-Marketing für lokale Unternehmen.

CTR (Click-Through-Rate)

Der Anteil der Nutzer, die auf einen Link oder Button klicken.

CTR = Klicks ÷ Impressionen × 100. Sie zeigt, wie überzeugend dein Aufruf zur Aktion ist — etwa der Link in der Bio oder der „Mehr erfahren"-Button einer Anzeige. Als grobe Richtwerte gelten: organische Posts mit Link erreichen oft nur Bruchteile eines Prozents, gut getextete Anzeigen liegen häufig im Bereich von ein bis zwei Prozent. Wichtiger als der absolute Wert ist die Veränderung über die Zeit.

DM (Direct Message)

Private Nachrichten auf einer Social-Media-Plattform.

Eine DM ist das Gegenstück zur öffentlichen Interaktion. Für Unternehmen sind DMs oft die wertvollsten Kontakte — konkrete Anfragen, Reservierungswünsche, Beschwerden. Automatisieren solltest du DMs niemals vollständig, höchstens mit einem Auto-Responder („Melde mich bis 18 Uhr zurück"). Echte Antworten bleiben menschlich.

Engagement-Rate

Der wichtigste KPI, den die meisten nicht richtig berechnen.

Engagement-Rate = (Likes + Kommentare + Speicherungen + Weiterleitungen) ÷ Reichweite × 100. Werte unter 1 % zeigen, dass deine Inhalte nicht ankommen. Werte über 3 % sind solide, über 6 % exzellent. Viele Agenturen berechnen die Rate auf Basis der Follower-Zahl, was zu schmeichelhaften aber unbrauchbaren Werten führt. Nimm immer die tatsächliche Reichweite als Nenner.

Feed

Der Hauptstream, den Nutzer sehen.

Der Feed ist das Herzstück jeder Plattform — die Liste der Posts, durch die Nutzer scrollen. Was im Feed auftaucht, entscheidet der Algorithmus. Ein gepinnter Post oben im Profil-Feed bleibt an seiner Position; normale Feed-Posts tauchen chronologisch absteigend auf.

Google Business Profile

Dein Unternehmenseintrag bei Google — kostenlos und unterschätzt.

Das Google Business Profile (früher: Google My Business) ist der Karten-Eintrag, der bei einer lokalen Suche erscheint. Für Gastro, Handwerk, Praxen und Einzelhandel ist es der wichtigste Social-Kanal überhaupt — er beeinflusst, ob du in der lokalen Google-Suche vor oder nach der Konkurrenz auftauchst. Regelmäßige Posts, Fotos und Bewertungs-Antworten pushen das Ranking direkt.

Hashtag

Kategorisierungsmarker, der Reichweite in themenfremde Zielgruppen bringt.

Ein Hashtag wie #mittagstisch ordnet deinen Post einem Themenbereich zu. Nutzer, die einem Hashtag folgen oder ihn suchen, finden deinen Post auch ohne dich zu kennen. Die Kunst ist die richtige Größe — zu große Hashtags (500 Millionen Posts) sind nutzlos, weil du dort untergehst. Sweet Spot: 10 000 bis 500 000 Posts pro Hashtag.

Tiefer im Thema: Hashtag-Strategie für lokale Unternehmen.

Impressionen

Wie oft dein Post angezeigt wurde — nicht wie viele Leute ihn gesehen haben.

Impressionen zählen jede Anzeige, Reichweite zählt einzigartige Nutzer. Ein Post mit 1 000 Reichweite kann 1 300 Impressionen haben, weil manche ihn mehrfach gesehen haben. Für Entscheidungen interessiert dich meistens die Reichweite — Impressionen sind Zusatzinformation.

KPI (Key Performance Indicator)

Die Kennzahlen, die du wöchentlich anschaust.

Die wichtigsten KPIs für ein lokales Unternehmen: Reichweite, Engagement-Rate, Profilbesuche, Link-Klicks, Nachrichten-Anfragen. Follower-Zahlen sind Eitelkeits-KPI — sie wachsen zwar schmeichelhaft, sagen aber wenig über den Geschäftsnutzen. Fokussier dich auf Metriken, die mit Anfragen und Umsatz zusammenhängen.

LinkedIn

Die B2B-Plattform für Dienstleister, Berater und Handwerks-Meister.

LinkedIn ist kein Instagram für Anzugträger — es ist ein fundamental anderer Kanal mit eigener Logik. Posts dort belohnen Substanz und Tiefe, nicht Frequenz. Zwei gute Posts pro Woche schlagen täglich dünnen Content. Für Handwerker mit Firmenkunden, IT-Dienstleister und Steuerberater ist LinkedIn oft der stärkste Kanal überhaupt.

Mediaplan

Die Budget- und Kanalplanung — nicht zu verwechseln mit dem Redaktionsplan.

Ein Mediaplan legt fest, wo und mit welchem Budget du Reichweite einkaufst: welche Plattformen, welche Anzeigenformate, welcher Zeitraum, wie viel Geld pro Kanal. Der Redaktionsplan dagegen regelt die organischen Inhalte — was wann auf welchem Kanal erscheint. Kleine Unternehmen brauchen oft gar keinen Mediaplan, solange sie kein Werbebudget einsetzen; einen Redaktionsplan aber fast immer.

Mehr zur Planung: Social Media planen.

Multi-Channel-Posting

Ein Post, viele Plattformen — aber nicht identisch.

Multi-Channel heißt: Du erstellst einen Inhalt und verteilst ihn passend auf mehrere Plattformen. Wichtig ist „passend" — ein Instagram-Post funktioniert nicht 1:1 auf LinkedIn, und ein TikTok-Clip gehört nicht unverändert in den Facebook-Feed. Gute Automation passt die Inhalte pro Plattform an, nicht nur den Upload.

Organische Reichweite

Was du bekommst, ohne Werbebudget einzusetzen.

Organische Reichweite ist die Zahl der Nutzer, die deinen Post ohne bezahlte Promotion sehen. Auf Facebook liegt sie für Unternehmensseiten meist unter 5 % der Follower, auf Instagram zwischen 10 und 30 %, auf TikTok theoretisch unbegrenzt (weil TikTok Posts an nicht-Follower ausspielt). Das erklärt, warum TikTok für Wachstum aktuell der interessanteste Kanal ist.

Pinterest

Kein Social Network — eine visuelle Suchmaschine.

Pinterest funktioniert anders als Instagram. Pins bleiben monatelang relevant (statt wenige Stunden wie ein Instagram-Post), werden über Suche gefunden und sammeln Traffic kontinuierlich. Besonders stark für Gastro (Rezepte), Einzelhandel (Produkte), Handwerk (Vorher-Nachher) und Beauty (Looks).

Posting-Zeit

Wann du postest — wichtig, aber überschätzt.

Die ideale Posting-Zeit ist die, zu der deine Zielgruppe online ist — für ein Café oft morgens und am frühen Abend, für ein Fitnessstudio eher Sonntagabend bei der Wochenplanung. Wichtiger als die perfekte Uhrzeit ist aber Konsistenz: Drei Posts pro Woche zu mittelmäßigen Zeiten schlagen sporadische Posts zur „optimalen" Zeit. Der Algorithmus belohnt Regelmäßigkeit stärker als das Timing einzelner Posts.

Tiefer im Thema: Beste Posting-Zeiten für lokale Unternehmen.

Redaktionsplan

Die Übersicht, welcher Inhalt wann auf welchem Kanal erscheint.

Ein Redaktionsplan beantwortet pro geplantem Post fünf Fragen: Datum, Kanal, Content-Typ (Foto, Reel, Story), die fertige Caption und der Status (Idee, in Arbeit, freigegeben, veröffentlicht). Schon eine simple Tabelle reicht, um aus „wir müssten mal posten" einen verlässlichen Rhythmus zu machen. Genau das ist der Unterschied zwischen Accounts, die einschlafen, und solchen, die laufen.

Mit Vorlage: Social-Media-Redaktionsplan erstellen.

Reichweite

Wie viele einzigartige Nutzer deinen Post gesehen haben.

Reichweite zählt jeden Nutzer einmal, egal wie oft er deinen Post sieht. Sie ist der ehrlichste Indikator, wie viele Menschen du tatsächlich erreicht hast. Ein Post mit 800 Reichweite in einem Stammkundenkreis ist oft wertvoller als ein Post mit 5 000 Reichweite in einer zufälligen Community.

Reel

Kurzes Video, das Instagram aktuell am stärksten pusht.

Reels sind 15 bis 90 Sekunden lange vertikale Videos, die Instagram seit 2020 als Antwort auf TikTok eingeführt hat. Sie bekommen im Algorithmus aktuell massiv bevorzugt — ein Reel erreicht im Durchschnitt drei- bis fünfmal mehr Nutzer als ein Feed-Post desselben Accounts. Wer 2026 auf Instagram wachsen will, braucht mindestens zwei Reels pro Woche.

Social-Media-Manager

Die Person (oder das Tool), die deine Kanäle bespielt.

Ein Social-Media-Manager plant Inhalte, schreibt Captions, postet zur richtigen Zeit, betreut das Community-Management und wertet die KPIs aus. In Agenturen ist das ein eigener Job; für ein kleines Unternehmen ist eine Vollzeitstelle dafür selten finanzierbar. Genau diesen wiederkehrenden Teil — planen, posten, verteilen — kann ein Tool wie 10xSocial übernehmen, sodass du nur noch das Foto und einen Satz lieferst.

Social-Media-Strategie

Der rote Faden: Ziele, Kanäle und Content-Säulen.

Eine Social-Media-Strategie hält drei Dinge fest: Was willst du erreichen (mehr Anfragen, mehr Laufkundschaft, Bekanntheit)? Auf welchen Kanälen ist deine Zielgruppe wirklich? Und welche zwei bis vier Content-Säulen — etwa Produkt, Behind-the-Scenes, Kundenstimmen, Tipps — wiederholst du immer wieder? Ohne diesen Rahmen postet man planlos; mit ihm wird aus einzelnen Posts ein erkennbarer Auftritt.

Schritt für Schritt: Social-Media-Strategie für KMU.

Social Selling

Über Social Media gezielt Anfragen und Verkäufe anbahnen.

Social Selling heißt nicht „in jeden Post einen Kaufbutton packen", sondern über echte Interaktionen Beziehungen aufzubauen, aus denen Anfragen werden — Kommentare, hilfreiche Antworten, persönliche DMs. Für Dienstleister und Berater auf LinkedIn ist das oft der direkteste Weg zu neuen Aufträgen: nicht verkaufen, sondern sichtbar und greifbar sein, bis der Interessent von selbst schreibt.

Story

Inhalte, die nach 24 Stunden verschwinden.

Stories sind Fotos oder kurze Videos, die nur 24 Stunden sichtbar sind. Sie erscheinen oben im Feed als Kreise mit deinem Profilbild. Für Gastro und Einzelhandel sind sie ideal für spontane Inhalte: „Heute frisch eingetroffen", „Table of the day", „Noch drei Plätze frei". Stories sind niederschwelliger als Feed-Posts — fehlerhafte Rechtschreibung oder verwackelte Bilder werden dort eher verziehen.

TikTok

Die schnellste Reichweiten-Plattform für organisches Wachstum.

TikTok spielt Posts bewusst an Nicht-Follower aus, um zu testen, ob ein Clip „hält". Das bedeutet: Ein Restaurant mit 50 Followern kann mit einem einzigen Clip 100 000 Nutzer erreichen, wenn der Anfang (erste 2 Sekunden) fesselt und die Verweildauer hoch bleibt. Kein anderer Kanal liefert organisch vergleichbare Reichweite.

UGC (User-Generated Content)

Inhalte, die deine Gäste oder Kunden erstellen — nicht du.

Wenn ein Gast ein Foto von deinem Essen postet und dich markiert, ist das UGC. Diese Inhalte sind wertvoller als deine eigenen, weil sie als authentischere Empfehlung wahrgenommen werden. Gute Strategie: UGC re-posten (mit Einverständnis), in Stories teilen, in Highlight-Collections sammeln.

Verifizierung (Blauer Haken)

Der blaue Haken neben deinem Namen — nice to have, kein Muss.

Der verifizierte Status (blaue/graue Haken) zeigt, dass das Konto authentisch zum Unternehmen gehört. Für lokale Unternehmen ist er selten essentiell. Meta bietet ihn mittlerweile kostenpflichtig an, was den Statuswert relativiert hat. Fokussiere deine Energie eher auf konsistenten Content als auf den Haken.

WhatsApp Business

Das kostenlose Geschäftsprofil von WhatsApp — mit Öffnungszeiten, Katalog und Schnellantworten.

WhatsApp Business ist die App-Variante für Unternehmen: Du hinterlegst Adresse, Öffnungszeiten, einen Produktkatalog und automatische Begrüßungs- oder Abwesenheitsnachrichten. Für lokale Unternehmen ist WhatsApp oft der direkteste Draht zum Kunden — viele schreiben lieber, als anzurufen. 10xSocial selbst wird genau über diesen Kanal gesteuert: Du schickst ein Foto per WhatsApp, der Rest läuft automatisch.

Mehr dazu: WhatsApp Business für Marketing nutzen.

Lieber machen als lernen.

10xSocial übernimmt das Fachliche — du lieferst das Foto.

Kostenlos testen

Fehlt ein Begriff? Schreib uns an hello@10xsocial.de — wir ergänzen ihn.